Archiv für März 2011

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Was ist Stottern?

Stottern sind hörbare Unterbrechungen des Redeflusses in Form von Blockaden, Wiederholungen und  Dehnungen. Stottern ist meist mit übermässiger Anstrengung beim Sprechen verbunden, die sich in auffälligen Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur und/oder Mitbewegungen von Kopf, Armen, Oberkörper oder Beinen zeigen kann.

Die meisten Stotternden sind männlich. Je nach Untersuchung sind nur ungefähr 20 % der Stotternden weiblich. Deshalb, und aus Gründen der leichteren Lesbarkeit, verwenden wir hier sprachlich die männliche Form.

Der Stotternde weiss im Moment des Stotterns genau, was er sagen möchte, ist aber nicht in der Lage, es störungsfrei herauszubringen. Keine zwei Menschen stottern auf dieselbe Art und Weise. Die Schwere des Stotterns kann auch bei der einzelnen Person je nach Situation, Gefühlslage oder körperlicher Verfassung stark schwanken. Oft weiss der Stotternde selbst nicht, weshalb er wann und mit wem besonders stark oder eben kaum stottert.

Charakteristisch für fast alle stotternden Menschen ist die Angst vor bestimmten Buchstaben oder Wörtern, so auch vor dem eigenen Namen. Damit wird eine Vorstellungsrunde für Stotternde zur hohen Hürde. Sie zeigen meist ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Das bedeutet, dass jeder Satz, den der Stotternde sagen möchte, in Gedanken nach “gefährlichen” Stolpersteinen abgesucht wird. So werden viele Sätze umformuliert, was die Angst zu versagen, noch verstärkt. Die Sprachstörung basiert auf dem Versuch des Stotternden, den Sprech- und Atemvorgang bewusst zu steuern. So kommt Stottern zu stande.

“Stottern ist das, was Stotternde tun, um Stottern zu vermeiden.” Diese Definition von Stottern zeigt ein Hauptproblem auf: Würde der Stotternde nicht ständig ängstlich daran erinnert, dass er stottern könnte, würde er nicht stottern.

Wieso wenden wir in unserer Therapie auch Hypnose an?